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Kauf Regional Gründer Robert Graf

Kauf Regional Robert Graf

,,Die Denkweise sollte sein: Das Geld wird ihn Österreich verdient und soll auch in Österreich wieder ausgegeben werden, damit die Region unterstützt wird.”


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Warum liegt dir das Thema Regionalität am Herzen?

Für mich ist ganz klar: Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut. Dieser Leitspruch drückt eine wichtige Wahrheit aus. Denn wenn die meisten Menschen nur mehr im Ausland kaufen, gehen alle Umsätze, Gewinne und Steuern verloren, z.B. wenn man auf Amazon oder Zalando einkauft. Das Geld verschwindet so im Ausland – wie sollen unsere heimischen Betriebe dieses Geld wieder zurückverdienen? Wenn jemand hingegen etwas regional einkauft, hat jeder etwas davon. Auch wenn ich Produkte in Österreich bei einem Großkonzern kaufe, werden davon noch immer MitarbeiterInnen bezahlt. Aus diesen Gründen unterstütze ich die Initiative Kauf Regional.

 

Welche Produkte kaufst du am liebsten regional?

Die meisten Menschen denken bei regionalen Produkten als erstes an Lebensmittel, Bauernmärkte etc. Aber Regionalität geht noch viel weiter! Wenn ich beispielsweise als Firma meine Druckerpatronen irgendwo im Internet kaufe, nur weil es schnell geht, hat die Region nichts davon. Stattdessen kann ich mich darauf konzentrieren, meine Produkte in Österreich zu kaufen, egal ob online oder vor Ort.

Die Denkweise sollte sein: Das Geld wird ihn Österreich verdient und soll auch in Österreich wieder ausgegeben werden, damit die Region unterstützt wird. Natürlich funktioniert das nicht immer zu 100%, denn gewisse Produkte erhält man nur noch online. Doch gerade aufgrund der Problematik, dass Menschen heute sehr viel online im Ausland kaufen, sterben bei uns Betriebe aus.

 

Was hoffst du mit der Initiative Kauf Regional zu erreichen?

Vor über 20 Jahren wurde von Maria Rauch Kallat die Mülltrennung eingeführt, das führte österreichweit zu einem großen Aufschrei. Das Ziel war es, das Bewusstsein der Menschen für die Umwelt zu prägen. Heute ist Mülltrennung für die meisten kein Problem mehr, das merkt man schon bei Kindern. Man hat einfach ein schlechtes Gewissen, wenn man nicht richtig trennt. Damals schimpften viele über diese Neuerung, heute ist es selbstverständlich. Genau dies wollen wir mit der Initiative Kauf Regional erreichen. Natürlich wissen wir, dass sich das Bewusstsein für regionale Produkte nicht von heute auf Morgen verändern wird. Aber unser großes Ziel ist es, in spätestens drei bis fünf Jahren das Bewusstsein der Menschen soweit geprägt zu haben, dass sie ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie etwas im Ausland kaufen, dass sie auch in der Region erhalten hätten.